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München – Venedig: Wolfratshausen – Bad Tölz

 Hier gehts zum ersten Tag meiner Wanderung.

 Tag 2 von Wolfratshausen nach Bad Tölz

mv_33Nachdem es mir gestern ziemlich schlecht ging und ich wie beschrieben mit Schüttelfrost ins Bett ging, ist mir heute erst mal aufgefallen, dass ich mein Shampoo im ersten Hotel vergessen habe. Also begann der Tag schon mal ziemlich doof. Zum Glück gab es solche kleinen Packungen im Hotel. Frisch geduscht und angezogen ging es zum Frühstück wo ich mit der Wirten über meine Tour sprach und meinte, dass es immer wieder den ein oder anderen Gast gibt, der diese Tour macht. Sie hat mir sogar erlaubt, ein Brötchen für den Tag mitzunehmen, diesmal musste ich also keins extra mit raus schmuggeln ;).

mv_34Auch heute bin ich wieder kurz vor 8 Uhr los. Die ersten Schritte waren ganz schön schwer, aber das legte sich schnell und der Körper kam in Schwung. Nachdem ich wieder auf den offiziellen MV weg kam, wurde es richtig schön. Es ging sehr lange an einem schönen Waldweg lang. Und dann kam wieder mal eine schlechte Nachricht …

Bei meiner ersten Pause bekam ich einen Anruf von meinem heutigen Hotel. Sie mussten mir leider meine Reservierung stornieren, da es wohl einige Probleme mit einer Hochzeitsgesellschaft gegeben hat. Diese sollen wohl ein paar Schäden verursacht haben und dadurch sind einige Zimmer unbewohnbar. Tja, da stand ich dann ohne Hotel für den heutigen Tag da. Zum Glück hat sie mir gleich ein entsprechendes Ersatzhotel raus gesucht, welches ich bloß noch anrufen musste. Das Problem war dann schnell gelöst und ich hatte ein neues Hotel. Tja, leider ging dabei aber wieder sehr viel Zeit verloren. Erstaunlicherweise habe ich während der Zeit keine weiteren MV-Wanderer gesehen, nur ein paar Jogger.

mv_35Es ging also weiter diesen schönen Waldweg entlang, teilweise waren es nur kleine Trampelpfade auf wiesen, wo man sich fragte, ob mal hier wirklich richtig ist. Aber dank GPS war ich immer auf der Route ;). Relativ schnell habe ich Station 2 erreicht. Gerade angekommen, sind andere MV-Wanderer von dort los gezogen. Ich glaube, dass es meine Freunde aus der Schweiz waren, aber die waren schneller weg, als gedacht. Also schnell die geforderten Daten gesammelt, ein Brötchen gegessen und weiter gings. Doch dann kam plötzlich ein ziemlich unschönes Stück der Strecke. Der Weg bestand nur aus groben Schotter, der Weg ging zwar an der Isar weiter, doch es lief ziemlich schleppend. mv_36Zur Aufmunterung hat mir die Bundeswehr dann wohl ein Helikopter vorbei geschickt. Dieser flog richtig Flach über die Isar und mir lang. Ich habe richtig den Wind gespürt, welchen er aufwirbelte.

Der eben genannte Weg hat mir so sehr die Kräfte gezogen, dass ich dann überhaupt keine Lust und Kraft mehr hatte, weiter zu gehen. Endlich an einer Straße angekommen, wollte ich nicht mehr weiter und habe probiert, ein Auto auf mich aufmerksam zu machen und mich nach Bad Tölz mitzunehmen. Aber irgendwie wollte keiner. Seh ich etwa so schlimm aus? Nun ja, dann muss ich eben doch weiter gehen. Ein kleines Stück ging es dann an der Straße lang, bis es rechts zu einem Dorf (Rimslrain) ging. Dort hatte man die Auswahl für einen schönen ausblickreichen Weg in der Sonne oder eben die schattigere Strecke. mv_37Normalerweise wollte ich ja die schattigere Variante wählen, doch irgendwie wand ich den entsprechenden Weg nicht, also ging es nun doch die Sonnige strecke lang. Die Aussicht war aber auch echt schön gewesen und man hatte einen Blick in die ersten Berge. Auf dem Weg traf ich dann wieder auf die Dortmunder, nur irgendwas passte da nicht so ganz. Wo ist die Frau hin und wer ist der fremde Mann an der Seite!? Die Situation war aber schnell geklärt: Die Frau hatte sich wohl schon ziemliche Blasen gelaufen und hat an derselben Stelle wie ich probiert, eine Mitfahrgelegenheit zu erwischen. Nur bei ihr hat es wohl geklappt. Und der Fremde an seiner Seite war auch ein MV-Wanderer.

mv_38Wir sind dann bis zum Eingang von Bad Tölz zusammen gelaufen. Am Ortseingang habe ich mich dann verabschiedet, die letzten Meter wollte ich dann doch etwas ruhiger angehen, da diese ein sehr hohes Tempo ansteuerten. Von da war es dann doch noch erstaunlich weit zum heutigen Hotel gewesen. Dort dann endlich angekommen habe ich mich erst mal aufs Bett gelegt. Der Körper wollte wieder nicht aufstehen, doch heute dachte ich mir, ich brauch unbedingt Abendbrot. Also habe ich mich doch noch mal aufgerappelt, habe mich frisch gemacht und bin ins hoteleigene Restaurant gegangen und habe mich rausgesetzt. mv_39Es war noch erstaunlich warm gewesen und trotzdem war ich der einzige Gast gewesen. Ich habe mir Käsespätzle und ein Radler gegönnt. Danach bin ich aufs Zimmer zurück und habe erst mal festgestellt, dass ich mir heute ziemlich große Blasen gelaufen habe. Und auch so ging alles nur noch ziemlich schwer. Ich habe mich dann noch auf den Balkon gesetzt und mit ein paar Freunden geschrieben. Doch irgendwie wollte der Abend nicht vergehen und der Körper wollte noch mal ein Radler trinken. Also wieder raus und mir ein Radler bestellt. Diesmal war ich nicht allein, ein ziemlich geschwätziger Berliner saß neben mir. Er hat mir dann die ganze Zeit von seinen ach so tollen Radtouren erzählt, die er schon alle gemacht haben soll. Durch ihn habe ich aber mein Radler erstaunlich schnell geschafft und habe mich dann auf mein Zimmer zurück gezogen.

Hier noch die Daten vom Reisecomputer …
Tagesstrecke: 29,1 Km
Durchschnittsgeschwindigkeit in Bewegung: 4,2 Km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit Gesamt: 3,0 Km/h
Pausenzeit: 2:38h
Reisedauer in Bewegung: 6:56h
Gesamte Dauer: 9:43h

München – Venedig: München – Wolfratshausen

Hier gehts zur Anreise.

Tag 1 von München nach Wolfratshausen

mv_05Der Wecker war auf 7 Uhr gestellt, doch die Aufregung war so hoch, dass ich bereits eher wach war. Also ab ins Bad und mich frisch machen. Dann schnell zum Frühstück und heimlich noch ein extra Brötchen zum Mitnehmen machen. Um 7:40 Uhr habe ich dann aus dem Hotel ausgecheckt und bin zum Marienplatz. Die Stadt war wie leer gefegt. Da war ja gestern extrem viel los. Also die leeren Plätze ausgenutzt um ein paar Fotos zu machen. mv_09Für um 8 Uhr war ich eigentlich mit einem weiteren Team auf dem Marienplatz verabredet. Also hatte ich noch bisschen Zeit, um auch dort einige Fotos zu machen und die langsam eintreffenden Touristen zu beobachten. 8:15 Uhr kam dann ein anderes Team aus Dortmund, welche ich sofort als MV-Wanderer ausmachen konnte ;). Ich bin dann mit denen zusammen vom Marienplatz gestartet, da mein eigentliches Team bis dahin noch nicht da war. Doch lange war ich mit Johan und Nanni nicht unterwegs. Bereits an der Isar musste ich mich von ihnen vorerst verabschieden. Warum? Ich habe die erste Station bereits verpasst gehabt. Also musste ich noch mal paar Meter zurück und schnell die benötigten Infos sammeln. Ich habe mich extra beeilt, in der Hoffnung, dass ich die beiden noch einbekomme. Aber ich lief ewig alleine an der Isar entlang. mv_11Die Strecke war richtig schön und viele haben das gute Wetter genutzt um Joggen zu gehen. Um 10:30 Uhr kam ich an einer Gaststätte vorbei, habe kurz überlegt, ob ich einkehre, dann aber gedacht, dass ist zu früh für ein Radler und auch für eine Mahlzeit. Also ging es weiter …

Tja, das war dann aber wohl ein Fehler gewesen. Es kam ewig keine weitere Gaststätte auf dem Weg. Also habe ich dann am Wegesrand mein früh geschmuggeltes Brötchen ausgepackt und das schnell reingestopft. Immer an der Isar entlang, sah ich dann endlich mal eines dieser Flosse mit Musik und viel Bier (so schien es zumindest). Den Moment ausgenutzt, die Kamera gepackt und zwei der vorbeifahrenden Flosse fotografiert und mal wieder ein kleines Päuschen eingelegt. mv_12Aber zu viel Pause darf ja auch nicht sein, da die erste Etappe lang wird, also ging es flotten Fußes weiter, immer an der Isar entlang durch die Wälder. Doch dann landete ich an einer Straße, laut GPS war ich richtig. Also der Straße gefolgt und ich kam in Schäftlarn an. Dort befindet sich auch ein Kloster. Aber es schien so, als wäre der Ort nur für Touristen gedacht. Es gab eine große Gaststätte bzw. Imbiss, der aber komplett überfüllt war und man mit einer hohen Wartezeit rechnen konnte. Da war mir das warten zu doof und ich bin dann auch gleich weiter. Zwar solle das Kloster ganz interessant sein, aber der Tag war schon weit vorangeschritten, also habe ich das ausfallen lassen. Ich überquerte Mal wieder die Isar, am „Strand“ lagen viele Menschen, die das schöne Wetter genossen haben. Auch dort gab es wieder eine Gaststätte, diese war natürlich auch komplett überfüllt und dann waren dort auch noch Salatwochen. Ich will doch eigentlich mal was richtiges Essen und keinen Salat. Also diese Gaststätte auch liegen gelassen und weiter ging es. Später habe ich dann erfahren, das dort meine Dortmunder was gegessen haben. Aber die meinten auch, dass ich dort nichts verpasst habe. Die Preise sollen wohl mehr als teuer gewesen sein.

mv_19Die Nächsten 4,5 Km waren recht langweilig. Man hatte die Auswahl, welchen Weg man gehen möchte. Einmal schattig mit wenig Aussicht oder dauerhaft an der Sonne aber dafür immer mal wieder ein Blick in die Umgebung. Ich habe mich für die schattigere Variante entschieden, da es langsam ziemlich warm wurde. Es ging also die ganze Zeit einen Feldweg lang, wo es öfters Durchgänge zum Strand gab. Ich habe oft überlegt, ob ich mal kurz das Wasser ausprobiere, dann aber wieder an den Zeitdruck gedacht. mv_27Dann kam man an ein Wehr, nur durch zufall habe ich gesehen, dass es dort einen Durchgang gibt, sonst hätte ich wohl einen anderen Weg gefunden. Auf der anderen Seite des Wehres traf ich dann wieder auf die Dortmunder, bzw. sie trafen auf mich, den sie hatten mich wieder eingeholt gehabt. Wir gingen jetzt also zusammen die Letzten Km bis Wolfratshausen. Am Eingang des Ortes haben wir uns getrennt, treffen werden wir uns ja sicherlich noch öfters, wie man es heute gesehen hat. Ich hatte noch einige Meter bis zu meinem Hotel. Endlich angekommen habe ich eingecheckt und mich aufs Bett gelegt. Normalerweise wollte ich noch in der Gaststätte 500 Meter entfernt etwas essen gehen. Aber ich fühlte mich einfach nicht in der Lage. Ich hatte auf einmal Fieber und Schüttelfrost. Und aufstehen konnte ich auch nicht, da der Schmerz in den Füßen lag. Ich bin also ohne Essen ins Bett. Für solch eine Anstrengung die blödeste Idee, die ich haben konnte. Aber wenn es nun mal nicht anders geht.

Hier noch die Daten vom Reisecomputer …
Tagesstrecke: 37,2 Km
Durchschnittsgeschwindigkeit in Bewegung: 5,1 Km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit Gesamt: 3,6 Km/h
Pausenzeit: 2:54h
Reisedauer in Bewegung: 7:17h
Gesamte Dauer: 10:11h

Hier geht es zum zweiten Tag meiner Wanderung.

München – Venedig: Die Anreise

MünchenWie bereits im vorherigen Blogbeitrag „München – Venedig: Die Vorbereitung“ angekündigt, wollte ich von München nach Venedig wandern. In diesem Jahr zwar nur das erste Teilstück, also bis Hall in Tirol. Wie ihr aber sicherlich bei Facebook/Twitter gelesen habt, musste ich bereits am zweiten Tag, also in Bad Tölz aufgeben. Wie es dazu kam, schreib ich hier nun. Die Story besteht aus insgesamt 3 Artikeln, also immer mal wieder vorbei schauen oder auch auf Facebook mal schauen. Die folgenden Artikel sind einfach niedergeschrieben worden, also kann sein, dass es paar Fehler gibt oder auch kurz mal langweilig wird. 😉 Und nun los jetzt …

mv_01Am Samstag bin ich früh nach München gefahren. Von Bautzen (meiner Heimat) fährt man ca. 6 Stunden. Ich bin also früh los, um noch ein bisschen was von München zu haben und auch einen Parkplatz zu finden. Die Parksituation in München ist ja echt furchtbar. Bis man da einen kostenfreien Parkplatz gefunden hat, kann es schon mal ein Weilchen dauern. Dann mit der U-Bahn direkt zum Marienplatz gefahren. Der Platz war für Samstag Nachmittag gewohnt voll mit Touristen gewesen. Ich habe mich dort also nicht ewig aufgehalten, sondern bin dann zu meinem Hotel gegangen, welches nur 10min vom Marienplatz entfernt war. Dort erst mal eingecheckt, kurz ausgeruht und dann die letzten Einkäufe für die nächsten Tage erledigt.München

Nur wenige Meter vom Hotel entfernt habe ich dabei einen Italiener erspäht, bei dem es am Abend noch richtig leckere Spaghetti mit Knoblauch und Öl (aglio e olio) gab. Und dann ging es ziemlich zeitig ins Bett, damit ich für den ersten Tag genug Kraft habe.

Hier gehts zum ersten Tag.

Wanderung mit Gastcachern

Am Sonntag ging es mit zwei Gastcachern in das Zittauer Gebirge, um genau zu sein in Jonsdorf. Von dort aus haben wir eine ca. 10 KM lange Wanderung gemacht, welche zwar Streckenmäßig nicht lang war dafür aber umso mehr Höhenmeter hatte. Insgesamt 10 Caches waren für den Tag geplant. Leider wurden es nur 8 Stück, davon einer ein Earth-Cache. Zwei Caches hatten wir auf der Autostrecke gehabt und die restlichen sechs waren auf der Wandertour. Leider hat das Wetter an dem Tag nicht so mitgespielt, früh sah es zwar in Bautzen noch gut aus, doch je näher wir in Richtung Ziel kamen, desto schlechter nebeliger wurde es. Hier mal ein paar Impressionen der Tour: