Meine Ausbildung als IT-Systemelektroniker – Das Besondere (2/3)

Nachdem ich gestern über meine Ausbildung im Allgemeinen und zu meinen Tätigkeiten einiges geschrieben habe, kommen wir nun zum außergewöhnlichen in meiner Ausbildung: Meine Ausbildung läuft über den Bund. Bund? Bist du bei der Bundeswehr angestellt? > Nein, nicht direkt. Der ganze Spaß nennt sich Schaumburger Modell! Da haben sich mal vor vielen Jahren ein paar wichtige Leute zusammengesetzt und ein paar Glas Bier/Wein zu viel getrunken und sind auf die glorreiche Idee gekommen, die Bundeswehr braucht junge ausgebildete Menschen, kann diese aber nicht ausbilden und nimmt einfach Unternehmen mit ins Boot, die diese für sie ausbilden. Was hat das Unternehmen davon? Es bekommt monatlich 250€ Zuschuss (Leider habe ich davon nichts an meiner Ausbildungsvergütung mitbekommen). Und was hab ich davon? Ganz klar, eine Übernahmegarantie in die Bundeswehr für mindestens 4 Jahre. Bringt ja jetzt zwar nicht mehr viel, weil die Bundeswehr ja jeden nehmen muss, weil sie sonst unterbesetzt sind, aber das ist ja einfach mal egal. Ich habe aber auch erst beim Bewerbungsgespräch davon gehört und fand das so keine schlechte Idee, abgesehen davon, dass ich nicht so viel von der Bundeswehr hielt ;). Bei der Übergabe der Ausbildungsverträge ging es extra nach Leipzig (oder war das Chemnitz) zu hochrangigen Leuten, die wer auch immer waren und sind dort wie verrückt ganz doll gegenseitig gelobt haben. Aber Hauptsache ich habe meine Ausbildung in der Tasche. Damit war ich dann auch erst mal für 3 Jahre aufgeräumt. Vor- und während der Ausbildung musste ich zwei Mal nach Berlin zur Musterung, ob ich den auch wirklich für die Bundeswehr geeignet bin. Erst vor ein paar Wochen war ich das zweite Mal in Berlin und dort wurde dann meine Endmusterung mit den ganzen Tests (Sport, Logik, …) gemacht. Diese habe ich mit Bravour bestanden. Danach ging es zum Psychologengespräch, das war eher nicht so toll, hab es aber trotzdem überstanden. Mir wurde dann am Ende angeboten, dass ich 4 Jahre bleiben darf. Na immerhin, besser als nix! Danach noch fix zum Einweiser, wo es für mich die nächsten 4 Jahre hingeht und was ich dort machen darf. Meine einzige kleine Bedingung war, dass ich in Sachsen bleibe. Das habe ich auch geschafft. Es geht nach Frankenberg! WAT? Wo ist das den? Einfach gesagt, in der nähe von Chemnitz. Wer Chemnitz nicht kennt, den kann ich auch nicht mehr helfen, der soll einfach mal Google verwenden. Und was darf ich 4 Jahre in Frankenberg machen? Das: ITSdt SK! Tolle Abkürzung oder? Bedeutet so viel wie: „Informations- und Telekommunikationstechniksoldat Streitkräfte“. Aber hey, es geht noch weiter, speziell darf ich das machen: ÜtrFspr LtgSys > Jetzt rate mal, was das sein könnte. Kommste niemals drauf: Übertragungsfernsprecher Leitungssysteme. Voll krass bin also der Gehilfe vom ITUffz (IT-Unteroffizier) und vom ITFw (IT-Feldwebel). Und ein was Tolles bekomm ich auch noch. Aufgepasst: Kraftfahrer C1 (dafür haben die wohl noch keine Abkürzung gefunden) > Darf also einen Klein-LKW am Ende fahren. Und wann gehen die ganzen Abkürzungen los? Also am 04.10.2011 darf ich erst mal meine GA (Grundausbildung) für 3 Monate machen. Danach bin ich ab 01.01.2012 als ÜtrFspr LtgSys im Einsatz.
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Morgen kommen wir dann zum dritten und letzten Teil, da geht es dann auch um den letzten Teil der Ausbildung: Das Abschlussprojekt. Ich hoffe ihr schaut auch morgen wieder vorbei.

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